Ein Quantensprung in der Krantechnologie

Holzminden 14.02.2007

"Ein Quantensprung in der Krantechnologie" - Dieter Krösche greift zur Superlative, um die Zusammenarbeit der Holzmindener Krösche-Kran Service GmbH mit dem Kran-Bauer Liebherr zu umschreiben. Der Quantensprung, das ist die neue LTF-Baureihe von Liebherr, die es ohne Dieter Krösche nicht gäbe.

Der KKS-Geschäftsführer hat bei der Konzeption und Neuentwicklung der neuen LTF-Baureihe seine große Erfahrung und neue Ideen mit eingebracht, die von Liebherr technisch umgesetzt wurden. Inzwischen sind die ersten Krane ausgeliefert. "Absolut mängelfrei", registriert KRÖSCHE den Einsatz der Krane, die sich durch niedrige Betriebskosten und erhöhte Tragkräfte auszeichnen. "Kundschaft und Fahrer sind begeistert".

In Holzminden habe die Geburtsstunde der neuen zweimotorigen Lkw-Krane stattgefunden, vermeldet KRÖSCHE mit Stolz.

Es war keine leichte Geburt.

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KKS, als größter Kunde des Liebherr- Werks mit über 100 gekauften zwei- motorigen Fertighauskranfahrzeugen in Deutschland in den letzten Jahren, wurde vor zwei Jahren mit der Nachricht überrascht, dass die Produktion der Zwei-Motoren-Krane aufgrund der geringen Nachfrage eingestellt wird. Liebherr wollte die alte Baureihe nicht weiter entwickeln, da man die von KRÖSCHE geforderten Parameter nicht erfüllen konnte.

"Ärgerlich", kommentierte es KRÖSCHE, der heftig protestierte, sogar damit drohte, in Japan fertigen zu lassen. Das Know how dafür hat der Holzmindener.

Und das bewies er auch: Als Liebherr Dieter Krösche die Eigenentwicklung eines vierachsigen Fertighauskrans vorstellte, lehnte er rundweg ab - "nicht marktkonform und überteuert" - kündigte eine eigene auf dem Basismodell basierende Überarbeitung mit neuen konstruktiven Elementen an. "Nach vielen Verhandlungen mit großer Überzeugungskraft", so KRÖSCHE, hat Liebherr die von KKS präsentierten konstruktiven Änderungen akzeptiert - auch, weil KKS sich verpflichtete, rund 30 Krankfahrzeuge dieser Baureihe abzunehmen. Inzwischen hat nicht nur KRÖSCHE die Vorteile der neuen LTV-Krane erkannt. "Das gab es noch nie bei Liebherr.

Drei Monate nach der Präsentation auf der Liebherr Hausmesse Ende Juni wurden weltweit bereits rund 120 LTF 1035-3 und LTF 1045-4 verkauft. Liebherr ist völlig überrascht von der Resonanz, die auch auf die positiven Berichte der internationalen Fachpresse zurückzuführen ist. Die Produktion muss im nächsten Jahr um 100 Prozent gesteigert werden, um der weltweit großen Nachfrage nachzukommen", schmunzelt KRÖSCHE. Für ihn liegen die Gründe für den Erfolg auf der Hand: es sind die wirtschaftlichsten, leistungsstärksten und leichtesten Zwei-Motoren-Krane auf Lkw-Chasis (übrigens von Scania) weltweit.

Es konnte eine Gewichtsersparnis von rund zwei Tonnen erzielt werden, wodurch die Krane auf allen Straßen Europas ohne die lästige, erforderliche Einzelfahrerlaubnis unterwegs sein können. Ein weiterer Punkt: Obwohl das Ballastgewicht von vier auf zwei Tonnen reduziert wurde, konnten die Tragkraftwerte um zehn bis 15 Prozent gesteigert werden. Das ist umso bemerkenswerter, weil gleichzeitig das hydraulische Auslegesystem von bisher 26 Meter auf jetzt 30 Meter verlängert wurde. Außerdem, wichtig für Dieter Krösche, bestechen die niedrigen Betriebskosten.

Gegenüber den so genannten All-Terrain-Kranen konnten die Betriebskosten beim Chassis und beim Oberwagen um 20 bis 25 Prozent verringert werden, so dass allein durch diese Kosteneinsparungen sich die Anschaffungskosten nach 15 Jahren Betriebsdauer amortisiert haben. Die wirtschaftliche Betriebsdauer schließlich beträgt rund 30 Jahre. "Ein vielfaches gegenüber den All-Terrain-Kranen", so KRÖSCHE, der stolz auf seine Innovation blickt: "Mit den neuen Taxikranen können über 90 Prozent aller anfallenden Kranarbeiten kostengünstig und schnell erledigt werden".

Quelle:Täglicher Anzeiger Holzminden 14.02.2007

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