KKS setzt auf Zwei-Motoren-Krane

Dieter Krösche ist ein Mann mit Visionen.

Der Kran Unternehmer aus Holzminden hatte vor über 30 Jahren angesichts der rasanten Nachfrage nach Eigenheimen die Idee, einen bundesweiten Kran Taxi Service ins Leben zu rufen. Um lange und teure Anfahrten zu vermeiden, hat er in den darauffolgenden Jahren ein bundesweites Stützpunktnetzwerk aufgebaut. Von diesen Stützpunkten aus agieren rund 120 Mobilkrane des KRÖSCHE-Kran-Service (KKS). Rund ein Drittel sind eigene Geräte, zwei Drittel Krane kommen von Subunternehmern. Gehoben wird täglich auf durchschnittlich 80 bis 130 Baustellen.

Ein Mann mit Visionen und einer Idee! Wenn aus dieser Idee auch noch ein überzeugendes Konzept geschmiedet wird, ist der Erfolg vorgezeichnet.

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Hat Weitblick bewiesen: 
Kranunternehmer Dieter Krösche hat 
schon früh auf Weitsichtigkeit gesetzt.

 

Ein echtes Erfolgsrezept: Die Auslastung der Flotte beträgt fast 100 Prozent. Und das in Zeiten, in denen weite Teile der Kranbranche nicht gerade auf Rosen gebettet sind. Die Auftraggeber kommen vor allem aus der Baubranche. So sind fast alle großen Fertighausanbieter Kunde des Krösche-Kran Service. Egal wo Ihre Häuser aufgebaut werden müssen, Sie können auf einen Kranverleiher zurückgreifen. Der hat sich neben dem inzwischen europaweiten Engagement auch absolute Zuverlässigkeit und größtmöglichen Service auf seine Fahnen geschrieben.

Die Größe und bundesweite Stationierung der Krane ermöglicht es dem Unternehmen, einen Auftrag, der bis 17 Uhr reinkommt, am folgenden Tag zu erledigen. Ein weiteres Merkmal des KKS Konzeptes ist es, dass die Fahrer wie ihre Kollegen im Fernverkehr die ganze Woche im Kran unterwegs sind. Im Regelfall wird eine Baustelle bereits am Vorabend angefahren. So können Verspätungen, etwa durch Staus, im morgendlichen Berufsverkehr ausgeschlossen werden.

Taxi-Kran KRÖSCHE

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Wirtschaftliches Konzept: Der Vier-Achs-Aufbaukran LTF 1045-4.1 von Liebherr ist ein gefragtes Geräte bei Krösche-Kran Service. Mit Aufbaukranen lassen sich über 90 Prozent aller anfallenden Hebearbeiten bewältigen und das zu günstigeren Betriebskosten.

 

KRÖSCHE-Kran-Service setzt auf Zwei-Motoren-Krane

Integraler Bestandteil des Servicekonzepts sind die Geräte, mit denen sich die anfallenden Aufgaben möglichst wirtschaftlich bewältigen lassen.

In ganz Europa im Einsatz

Spektakulärster Auftrag in der Unternehmensgeschichte war der Bau der Bundeswehrunterkünfte in Prizrin, Anfang der 90er Jahre. Innerhalb von nur sechs Wochen mussten Unterkünfte für 2500 Soldaten errichtet werden, die im Rahmen des KFOR Einsatzes eingesetzt waren. KRÖSCHE hat eigens dafür fünf Krane in den Kosovo geschickt. Einen Teil der Strecke wurde die Fahrt von Bundeswehrpanzern eskortiert.

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Alles im Blich: Auf zwei meterhohen Deutschlandkarten wird die Krandisposition visualisert.

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Generationen im Einklang: Dieter Krösche mit Enkel Filipe machen sich bei Liebherr ein Bild über aktuelle Krantechnik.

 

 

Die Kunden aus der Baubranche verlangen von KRÖSCHE größtmögliche Flexibiliät, Mobilität und Wirtschaftlichkeit. Parameter, die entsprechendes Gerät voraussetzen. Um den Anforderungen der Auftraggeber gerecht zu werden, setzt Dieter Krösche auf sogenannte Zwei-Motoren-Krane, die auf LKW Chassis montiert sind. Und das bereits seit mehreren Jahrzehnten. Eines der wichtigsten Gründe ist der günstigere Verbrauch.

Während ein AT Kran in diesem Segment bei Oberwageneinsatz etwa 9 bis 12 l Diesel pro Stunde benötigt, kommen die Zwei-Motoren-Krane mit gerade mal 3 l aus.

Schon damals, als der Liter Diesel 50 Pfennig kostete, war der Verbrauchsvorteil ein wichtiges Argument für KRÖSCHE und seine Kunden. Heute ist das hohe Maß an Wirtschaftlichkeit Basis des nachhaltigen Erfolgs.

Als er seinen bundesweiten Kranservice ins Leben gerufen und noch dazu auf "Spielzeugkrane" gesetzt hat, haben ihn viele technikverliebte Kollegen aus der Kranbranche belächelt. Das hat sich gewandelt.

KRÖSCHE ist mit seinem Konzept erfolgreich und hat in Sachen Wertschöpfung den Großteil der Branche hinter sich gelassen.

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Gefährlicher Einsatz: Anfang der 90er Jahre halfen KRÖSCHE Krane beim Aufbau einer Kaserne für deutsche KFOR Soldaten im Kosovo.

 

 

Und während andere Mühe haben, Ihre Kranflotten auszulasten, hat der Kranservice KRÖSCHE seinen Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um ca. 30 Prozent steigern können.

Verzicht auf teure Technik

"Teure Technik, die der Kunde gar nicht benötigt und die nicht abgerufen wird, ist da absolut fehl am Platz", betont KRÖSCHE. Statt kostenintensiver AT-Krane hat sich der Unternehmer schon vor rund 30 Jahren für LKW-Aufbaukrane entschieden. Ein Nischensegment, das nur von wenigen Kranherstellern bedient wird. Auch Liebherr hatte mit dem LTF 30 und LTF 40 zwei Geräte im Programm, denen KRÖSCHE eine hohe Wirtschaftlichkeit und Alltagstauglichkeit zugesprochen hat. Vor und zwei Jahren war die Nachfrage nach den LTF-Kranen allerdings soweit zurückgegangen, dass sich Liebherr entschloss, die Produktion einzustellen.

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Für das Team vom Bau: Der KRÖSCHE Kran-Service ist auf Baustellen in ganz Europa aktiv

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Schneller Service: Die Krane werden von eigenen Mitarbeitern direkt auf der Baustelle gewartet

 

Mit Engagement und Beharrlichkeit hat Dieter Krösche die Liebherr-Verantwortlichen davon überzeugen können, die Prodution der Zwei-Motoren-Krane nicht wieder aufzunehmen, sondern die Modelle auch gründlich zu überarbeiten. Das Ergebnis sind zwei Kranmodelle, die KRÖSCHE auf ganzer Linie überzeugt haben: "Phänominale Traglasten, ein sensationell niedriger Verbrauch und ein Eigengewicht des Drei-Achsers einschließlich Fahrer und Zubehör von gerade mal 27,5 t; das ist die Basis für nachhaltige Wirtschaftlichkeit", freut sich der Kranunternehmer.

Neue Ideen eingebracht

Die Begeisterung für das Produkt kommt nich von ungefähr. Bei der Konzeption und Neuentwicklung der neuen LTF Baureihe brachte KRÖSCHE seine große Erfahrung und neue Ideen ein, die von Liebherr technisch umgesetzt wurden. Das Ergebnis, die neuen LTF 1035-3.1 und LTF 1045-4.1, bewertet KRÖSCHE als die wirtschaftlichsten, leistungsstärksten und leichtesten Zwei-Motoren-Krane auf LKW-Chassis weltweit. So erfüllen die neuen LTF-Krane von Liebherr die Voraussetzung für eine bundesweite Dauerfahrgenehmigung nach § 29 und sind besonders wirtschaftlich als Taxikrane einsetzbar.

Dabei kann der dreiachsige LTF-1035-3.1 2 t Ballast und der Vierachser LTF-1045-4.1 5 t Ballast mitführen. Sowohl in Vollballast- als auch in Teilballastkonfiguration konnten die Tragkräfte gegenüber den Vorgängermodellen deutlich erhöht werden. Die Traglaststeigerungen bis über 30 Prozent sind um so bermerkenswerter als gleichzeitig die Teleskopausleger der neuen Krane, die um ca. 15 Prozent länger sind. Durch die von KRÖSCHE geforderte vordere und hintere Sternabstützung, konnten die geforderten Parameter erreicht werden.

Signifikante Kosteneinsparungen

Ein übergeordnetes Kriterium für Dieter Krösche waren die niedrigen Betriebskosten. Bauartbedingt hat ein Serien-LKW einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch als ein vergleichbarer All-Terrain-Kran.

Bereits wenige Wochen nach Inbetriebnahme der ersten Scania Chassis P 340 wurde mit 32 l auf 100 km ein um 20 Prozent geringerer Kraftstoffverbrauch gegenüber anderen Fabrikaten festgestellt.

Auch der Kraftstoffverbrauch im Kranbetrieb ist deutlich geringer, da die LTF-1035-3.1 und LTF-1045-4.1 mit einem separaten Oberwagenmotor ausgestattet sind.

Die Nutzung eines Serien-LKW als Kran-Chassis bietet auch den Vorteil der geringeren Preise für Reifen, Verschleiß- und Ersatzteile, die in Großserien- produktion hergestellt werden.

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Anspruchsvoller Kundschaft: KKS ist für alle nahmhaften Fertighersteller in Europa im Einsatz.

 

In Anbetracht enorm gestiegener Preise für Kraftstoff und Reifen lassen sich mit den Liebherr Teleskop-Aufbaukrane signifikante Kosteneinsparungen realisieren.

Da auch LTF Krane auf engen Baustellen manövrieren müssen, waren die kompakten Abmessungen der neuen Krane ein wichtiges Entwicklungskriterim. Durch die Verwendung der Chassis von Scania ergaben sich Optimierungen bei der Fahrgestelllänge und der Kranhöhe ohne kostenintensive Absenkung des Fahrerhauses. Auch hinsichtlich der Abstützbreite von lediglich 6,2 m und einem Ballastradius von nur 3 m haben die neuen LFT Krane von Liebherr den Taxikran-Profi überzeugt. Bis dato hat KRÖSCHE 30 Geräte der neuen Baureihe geordert. Die ersten sind bereits in den KKS-Hausfarben unterwegs.

Disposition auf bewährte Art

Disponiert werden sie ebenso wie die übrige Kranflotte von der Holzmindener Zentrale. Vier Disponenten sorgen für einen effizienten Einsatz der Kranflotte einschließlich der Geräte von Subunternehmen. Auch für die Disposition hat KRÖSCHE so lange nach Optimierungen gesucht, bis die Arbeitsweise seinen Ansprüchen genügte. "Unser System ist inzwischen so ausgefeilt, dass wir auch den Wünschen der Kunden, die unsere Zeitfenster strapazieren, entsprechen können."

Und das ganz ohne Einsatz aufwendiger Telematiksysteme. Jeweils zwei Disponenten bilden ein Team und sind für eine komplette Woche verantwortlich. Zunächst erfolgt eine Woche vorher eine Gesamtplanung. Dann erhalten die Fahrer ihre Einsatzpläne. Um auf kurzfristige Änderungen reagieren zu können, melden sich die Fahrer täglich in der Zentrale. Damit die Disponenten angesichts der Fülle der Aufträge nicht den Überblick verlieren, werden auf einer überdimensionalen Landkarte farbige Fähnchen gesteckt. Ein altes System, das auch der KRÖSCHE Chef sehr schätzt.

Der Blick auf die mehrere Meter hohe und elektrisch verschiebbare Landkarte, auf der sich neben Deutschland auch die Nachbarstaaten befinden, macht den eloquenten Unternehmen sichtbar Freude. Während sich auf dem Abschnitt mit den verfügbaren Kranen kaum noch freie Fähnchen befinden, ist die Karte mit Fähnchen übersät. Und jedes Fähnchen steht für eine Baustelle, auf denen die KRÖSCHE Krane unterwegs sind. Und das werden am Ende dieses Jahres voraussichtlich rund 15.000 sein!

Quelle: Kran + Hebetechnik 8/2006

 

Fotos: Liebherr, KRÖSCHE

 

 

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